Wenn jede Sekunde zählt – und plötzlich die Staatsanwaltschaft ermittelt

Pflegefachkräfte tragen jeden Tag eine enorme Verantwortung. Sie treffen Entscheidungen unter Zeitdruck, versorgen schwer kranke Menschen und handeln oft in Situationen, in denen jede Minute zählt. Trotz größter Sorgfalt kann es vorkommen, dass ein Patient verstirbt oder sich sein Gesundheitszustand unerwartet verschlechtert. Was viele nicht wissen: In solchen Fällen kann nicht nur ein Haftungsfall entstehen – sondern auch ein Strafverfahren.

Genau deshalb sollte neben einer guten Berufshaftpflicht auch der passende Rechtsschutz zum festen Bestandteil der Absicherung im Pflegebereich gehören.

Pflegedienstleiter und Pflegefachkraft im Gespräch über Verantwortung und Rechtsschutz im Pflegealltag.
Pflegekräfte tragen täglich große Verantwortung. Ein passender Spezial-Straf-Rechtsschutz kann im Ernstfall vor hohen Verteidigungskosten schützen.

Ein Fall aus der Praxis

Frau N. arbeitet seit vielen Jahren als selbstständige Pflegefachkraft. Sie liebt ihren Beruf und kümmert sich täglich um Menschen, die auf ihre Hilfe angewiesen sind.

Während einer besonders arbeitsreichen Schicht verschlechtert sich der Gesundheitszustand eines Patienten plötzlich dramatisch. Frau N. erkennt die Situation sofort, alarmiert die erforderlichen Stellen und leitet unverzüglich lebensrettende Maßnahmen ein. Dennoch kann der Patient nicht mehr gerettet werden.

Nach dem Vorfall beginnt für sie eine schwere Zeit. Sie hinterfragt jede einzelne Entscheidung, schläft kaum noch und fragt sich immer wieder:

„Hätte ich früher reagieren müssen?“

Wenige Wochen später erhält sie Post von der Staatsanwaltschaft.

Gegen sie wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt.

Ein Strafverfahren bedeutet nicht automatisch Schuld

Viele Pflegekräfte glauben, dass nur offensichtliche Fehler strafrechtliche Konsequenzen haben können.

Das stimmt nicht.

Bereits der Verdacht einer Pflichtverletzung kann ausreichen, damit die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnimmt. Gerade Pflegekräfte haben gegenüber ihren Patienten eine sogenannte Garantenstellung. Das bedeutet, dass sie rechtlich verpflichtet sind, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Gefahren abzuwenden und erforderliche Maßnahmen einzuleiten.

Ob tatsächlich eine Pflichtverletzung vorliegt, wird häufig erst im Laufe umfangreicher Ermittlungen geklärt.

Die eigentliche Belastung beginnt oft erst danach

Ein Ermittlungsverfahren hat weitreichende Folgen.

Nicht nur die Sorge um den eigenen Beruf belastet Betroffene. Oft sprechen sich die Vorwürfe im Kollegenkreis schnell herum. Arbeitgeber müssen reagieren, Angehörige stellen Fragen und auch im privaten Umfeld entsteht schnell der Eindruck, dass „etwas passiert sein muss“.

Hinzu kommt die finanzielle Belastung.

Ein spezialisierter Strafverteidiger ist in solchen Verfahren nahezu unverzichtbar. Die Kosten liegen häufig bei mehreren tausend Euro – unabhängig davon, ob das Verfahren später eingestellt wird.

Genau das wird häufig unterschätzt.

Denn selbst wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren mangels Tatverdachts einstellt, bleiben die Verteidigungskosten häufig beim Beschuldigten hängen.

Warum ein Spezial-Straf-Rechtsschutz so wichtig ist

Im geschilderten Fall wandte sich Frau N. unmittelbar nach Erhalt des Ermittlungsverfahrens an ihre Rechtsschutzversicherung.

Sie erhielt die Unterstützung eines spezialisierten Strafverteidigers, der den gesamten Sachverhalt sorgfältig aufarbeitete.

Dabei konnte nachgewiesen werden, dass Frau N. jederzeit fachgerecht gehandelt und alle erforderlichen Maßnahmen zur Rettung des Patienten eingeleitet hatte.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren daraufhin ein.

Neben der persönlichen Entlastung übernahm der Rechtsschutzversicherer auch die Verteidigungskosten von rund 5.300 Euro.

Ohne entsprechenden Spezial-Straf-Rechtsschutz hätte Frau N. diese Kosten trotz ihrer Unschuld grundsätzlich selbst tragen müssen.

Unsere Empfehlung für Pflegekräfte

Aus unserer täglichen Beratung wissen wir, dass viele Pflegekräfte ihre Berufshaftpflicht sorgfältig auswählen.

Beim Rechtsschutz wird dagegen häufig auf einen Standardtarif zurückgegriffen.

Gerade im Gesundheitswesen reicht das jedoch oftmals nicht aus.

Ein leistungsstarker Rechtsschutz sollte insbesondere auch den Spezial-Straf-Rechtsschutz umfassen. Denn im Ernstfall geht es nicht nur um Geld, sondern um die berufliche Existenz, den guten Ruf und die Möglichkeit, sich von Beginn an kompetent verteidigen zu lassen.

Unser Tipp: JURMEDICAL für Heil- und Pflegeberufe

Für Pflegefachkräfte, ambulante Pflegedienste und andere Heilberufe empfehlen wir einen speziell auf das Gesundheitswesen abgestimmten Rechtsschutz.

Mit JURMEDICAL steht ein Konzept zur Verfügung, das deutlich über den Umfang eines klassischen Rechtsschutzvertrages hinausgeht.

Zu den wichtigsten Leistungen gehören unter anderem:

  • leistungsstarker Spezial-Straf-Rechtsschutz
  • Versicherungsschutz bei Vorwürfen wegen Vergehen und – unter den vereinbarten Voraussetzungen – auch bei Verbrechen
  • Regress-Rechtsschutz
  • Firmen-Vertrags-Rechtsschutz
  • europaweiter Versicherungsschutz
  • keine Rückforderung der Verteidigungskosten bei Erledigung durch Strafbefehl
  • Versicherungsschutz auch für Adhäsionsverfahren, Privatklagen sowie Durchsuchungs- und Beschlagnahmeanordnungen
  • grundsätzlich unbegrenzte Versicherungssumme, soweit keine Höchstbeträge vereinbart sind
  • Vorsorge-Rechtsschutz für neu hinzukommende Risiken ohne Wartezeit
  • InkassoPro für professionelles Forderungsmanagement
  • Online-Reputationsschutz zur Unterstützung bei der Löschung unberechtigter Bewertungen
  • weitere digitale Serviceleistungen wie Web-Check und Urheberrechts-Abmahnschutz

Fazit

Pflegekräfte übernehmen jeden Tag Verantwortung für das Leben und die Gesundheit anderer Menschen.

Trotz größter Sorgfalt können Situationen entstehen, in denen strafrechtliche Vorwürfe erhoben werden – selbst wenn sich diese später als unbegründet herausstellen.

Eine gute Berufshaftpflicht schützt vor zivilrechtlichen Schadenersatzansprüchen. Ein leistungsstarker Spezial-Straf-Rechtsschutz sorgt dafür, dass Sie sich im Ernstfall von Anfang an professionell verteidigen können, ohne existenzielle Anwaltskosten befürchten zu müssen.

Unser Rat: Prüfen Sie nicht nur Ihre Haftpflichtversicherung, sondern auch Ihren Rechtsschutz. Gerade im Pflegebereich kann diese Kombination entscheidend sein, wenn aus einem belastenden Ereignis plötzlich ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wird.

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