Das denken viele Pflegedienstinhaber – und Cyberkriminelle wissen das. Genau deshalb sind kleine und mittlere Betriebe so attraktiv: Sie verwalten hochsensible Gesundheitsdaten, aber ein Betrieb mit acht bis zehn Mitarbeitern kann schlicht nicht das Budget aufbringen, das Konzerne für spezialisierte IT-Sicherheitsabteilungen ausgeben. IT-Sicherheit liegt hier meist in den Händen eines externen Dienstleisters – und der muss etwas taugen, ihm muss man vertrauen können. Eigene Fachkompetenz und vor allem die Zeit, sich damit ernsthaft zu beschäftigen, hat der Inhaber im Tagesgeschäft schlicht nicht.
Gesundheitsdaten erzielen auf dem Schwarzmarkt ein Vielfaches des Wertes einer einfachen Kreditkartennummer. Diagnosen, Pflegeverläufe, Medikamentenpläne – all das ist für Kriminelle bares Geld. Und für Sie als Inhaber im Schadensfall: ein DSGVO-Problem, das schnell existenziell wird.
Kein Hacker entscheidet manuell, ob sich ein Angriff „lohnt“. Er scannt das Netz nach Schwachstellen – und schlägt zu, wo eine offene Tür gefunden wird. Ob Konzern oder Pflegedienst mit acht Mitarbeitern spielt dabei keine Rolle.