Liebe Leserin, lieber Leser,
wir sind keine Seher, also keine anerkannten Seher. Aber gewisse
Voraussagen treffen wir gerne mal. Tauche mit uns ein ins Jahr 2026 -
wie es sein wird oder sein könnte. Viel Spaß beim Lesen!
Kranke Versicherung - Krankenversicherung
Wenn Schulden plötzlich als Stabilität verkauft werden.
2026 wird das Jahr, in dem gesetzlichen Krankenkassen lernen, was
finanzielle Akrobatik wirklich bedeutet. Zwischen Prinzip Hoffnung
(„die Politik wird’s schon richten“) und Vorsichtsprinzip
(„lieber gleich erhöhen“) pendelt das System wie ein schlecht
gelauntes Metronom.
Der sogenannte Schätzerkreis legt 2,9 % Zusatzbeitrag fest –
theoretisch. Praktisch war das schon 2025 Realität. Die Kosten steigen
weiter, aber die Politik hilft! Mit einem Darlehen über 2,3 Milliarden
Euro. Großartig: Wenn jemand hoch verschuldet ist, gibt man ihm einfach
neues Kreditgeld – damit er sich reich fühlt. So ähnlich hat man
übrigens auch 40 Jahre lang den Sozialismus am Leben gehalten. Nur dass
man am Ende feststellen musste: Jetzt zahlen wir die Schulden selbst
zurück, die wir anderen aufgebrummt haben. Wird bei der GKV definitv
auch so kommen.
Während die Politik also an neuen mathematischen Naturgesetzen bastelt,
fehlen den Kassen jährlich rund 10 Milliarden Euro durch staatliche
Eingriffe. Kein Wunder, dass 2026 zum Jahr des Beitragssatz-Jojos wird.
Geldanlage: Neuer ETF - jetzt investieren in menschliche Dummheit
Wachstum garantiert – leider.
Gerüchteweise wird am 1. April 2026 in den USA ein revolutionärer ETF
aufgelegt: der Human Stupidity Index (HSI). Er bildet – mithilfe
künstlicher Intelligenz – die Entwicklung der menschlichen Dummheit
ab. Endlich mal ein Markt mit verlässlichem Wachstum!
Die Idee ist so genial wie traurig: Wenn schon alles teurer wird, warum
nicht wenigstens an der Verblödung verdienen? Dank KI lässt sich das
Niveau menschlicher Fehlentscheidungen erstaunlich präzise messen –
Suchverläufe, Kommentarspalten und TikTok-Trends liefern die
Datenbasis.
Rückwirkende Berechnungen zeigen: In den letzten 20 Jahren hat die
globale Dummheit eine Performance hingelegt, von der jeder DAX nur
träumen kann. Besonders stark: europäische Titel – offenbar
profitiert man hier vom Fachkräftemangel an gesundem Menschenverstand.
Analysten erwarten zweistellige Zuwachsraten. Schließlich ist
menschliche Dummheit krisenfest, konjunkturunabhängig und nahezu
unerschöpflich.
Sobald der ETF in unseren Portfolios zu ordern ist, werden wir dich
informieren. Mittels KI, versteht sich.
Rente 2026: Wenn Zuschüsse die neue Socke unterm Weihnachtsbaum sind
Der Staat strickt fleißig nach — ob die Socke jemals passt, steht auf
einem anderen Blatt.
Was passiert, wenn man sich jahrzehntelang verspricht? Die Rente sei
sicher — wird zum Versprecher des Jahres 2026. Sicher sind inzwischen
nur die über 100.000.000.000 Euro Zuschuß ins Rentensystem. Man ahnt,
dass an einem so hohen Zuschuß etwa ähnlich viele Nullen mitgearbeitet
haben.
Man sagt ja, man solle seine Grenzen kennen. Die gesetzliche
Rentenversicherung sieht das sportlicher – sie testet ihre Grenzen
einfach jedes Jahr neu. 2025 liegt der Bundeszuschuss schon bei über
120 Milliarden Euro, Tendenz: schwindelfrei steigend. Ein Betrag, für
den man locker eine neue Raumstation bauen könnte – oder wenigstens
einen Kaffeeautomaten im Finanzministerium.
Das Prinzip ist einfach: Immer weniger zahlen ein, immer mehr wollen
raus – also kippt man Geld nach, bis die Illusion von Stabilität
wieder hübsch glänzt. So rettet man den Schein – und verschiebt das
Problem elegant auf später. Also: auf dich.
In acht Jahren geht rund ein Drittel der Arbeitnehmer in Rente. Da wird
die Beitragsbasis so dünn wie die Argumente der Politik, warum das
alles „tragfähig“ sei.
Private Vorsorge? Klingt langweilig, ist aber die einzige mathematisch
belastbare Idee im Raum.
Tupper-Tarife und das Märchen vom digitalen Gourmet-Menü
Wenn die Werbung Sterne-Menü verspricht – und die Realität Reste
liefert.
2025 hat gezeigt, wie schillernde Versprechen platzen können: Der
Onlineversicherer Element ist pleite – und viele Kunden und Kundinnen
stehen da wie Gäste, die ein Fünf-Gänge-Menü bestellt, aber nur eine
lauwarme Brühe in einer Tupperdose serviert bekommen haben.
Kein Wunder: Die Internetversicherungswelt ist voll von
Hochglanzportalen, die „smart“, „direkt“ und „unkompliziert“
klingen – und dabei das Gefühl vermitteln, man bekäme denselben
Schutz wie beim Makler um die Ecke. Nur eben günstiger.
Das Problem ist nicht der Verbraucher. Der glaubt – völlig zu Recht
–, was man ihm erzählt. Das Problem sind die Versprechen: große
Worte, kleine Leistung. Wenn dann im Schadensfall niemand mehr ans
Telefon geht, merkt man, dass „24/7 digital“ zwar modern klingt,
aber wenig tröstet, wenn der Wasserschaden real ist.
Wir sehen: Die digitale Versicherungswelt verkauft Convenience – wir
liefern Verlässlichkeit. Und ja, die ist vielleicht nicht „zum
Mitnehmen“, aber garantiert ohne Reste.
2026: Zwischen Krise, Komik und Kontinuität
Wenn schon keiner weiß, wohin die Reise geht – Hauptsache, wir sitzen
nebeneinander im Zug.
Tja, was soll man sagen? 2026 klopft an, und vieles sieht aus wie 2025
– nur teurer, verwirrender und mit mehr Tagesordnungspunkten, die
niemand lösen will. Die Krankenversicherung macht Yoga, die Rente übt Zahlenjonglage, die Politik verteilt Darlehen statt Ideen – und
weltweit feiert die Dummheit ihre Rendite.
Aber zwischen all dem Kopfschütteln und Augenrollen bleibt etwas, das
erstaunlich stabil ist:
Wir sind da, wenn’s ernst wird. Wenn jemand mal fragt: „Was heißt
das eigentlich für mich?“ – dann gibt’s bei uns kein
Aufgewärmtes vom Vortag, sondern ehrliche Beratung, echtes Zuhören und
Lösungen, die auch morgen noch halten.
Politische Versprechen kommen und gehen – unser Service bleibt.
Vielleicht ist das am Ende der einzig verlässliche Prognosewert für
2026: Dass du dich auf uns verlassen kannst.
Und das ist, Hand aufs Herz, in diesen Zeiten gar nicht so wenig.
Vielen Dank für dein Vertrauen und die Zusammenarbeit in diesem
verrückten Jahr und bis zur nächsten Kolumne!
Herzliche Grüße aus Melsungen
Dein Flixmakler-Team
Olaf Misch, Andrea Bauer, Anne Misch, Sandra Lonczyk (und Oskar)
Warum viele Depots 2025 hinter den Erwartungen blieben – trotz guter Börsen
Viele Anleger wundern sich 2025 über geringe Renditen im Depot. Warum globale ETFs in Euro schlechter abschneiden – und welche Rolle der US-Dollar spielt.