Wenn Hilfe teuer wird
Auf der Baustelle geht’s oft hektisch zu: Der Handwerker muss schnell in den Baumarkt, Dein Auto steht direkt vor ihm – also kurzerhand den Schlüssel zugeworfen. Was wie eine praktische Lösung aussieht, kann im Ernstfall richtig teuer werden. Denn wenn der Fahrer nicht in Deiner Kfz-Versicherung eingetragen ist, kann das gravierende Folgen haben.
Was passiert bei einem Unfall?
Kommt es zu einem Unfall mit einem nicht berechtigten Fahrer, entscheidet die Versicherung je nach Situation:
- Ohne Deine Erlaubnis: Wird Dein Auto ohne Dein Wissen gefahren (z. B. bei Diebstahl), zahlt die Haftpflicht zwar den Schaden des Unfallgegners – Du kannst aber von der Versicherung in Regress genommen werden.
- Mit Deiner Erlaubnis, aber nicht eingetragen: Hast Du dem Fahrer erlaubt, das Auto zu nutzen, ist er aber nicht im Vertrag genannt, kann die Versicherung ihre Leistung kürzen oder sogar verweigern.
- Ohne gültigen Führerschein: In diesem Fall drohen Leistungskürzungen – und außerdem rechtliche Konsequenzen.
Warum es sich lohnt, den Fahrerkreis anzupassen
Gerade in der Bauphase oder im Handwerksbetrieb kommt es häufig vor, dass mehrere Personen ein Fahrzeug nutzen. Eine kurzfristige Anpassung des Fahrerkreises in Deiner Kfz-Versicherung ist meist schnell erledigt und schützt Dich vor teuren Überraschungen.
Ein kurzer Anruf oder Klick bei Deinem Versicherungspartner reicht oft schon, um die Fahrer zu erweitern oder zeitweise anzupassen.
Fazit: Besser vorher klären als hinterher zahlen
Ein Moment der Unachtsamkeit kann schnell teuer werden. Deshalb: Prüfe regelmäßig, wer Dein Auto fährt, und passe den Fahrerkreis bei Bedarf an. So bleibst Du rechtlich und finanziell auf der sicheren Seite.