Viele Anleger schauen 2025 auf die Schlagzeilen und denken: „Global läuft doch super!“
Und dann kommt die Überraschung im eigenen Depot: Die Rendite ist deutlich niedriger als erwartet.
Der Grund ist oft nicht die Börse – sondern die Währung.
1) Wenn Dollar-Rendite nicht Euro-Rendite ist
Viele globale Indizes und Factsheets werden in US-Dollar dargestellt. Für Anleger in Deutschland zählt aber am Ende der Wert im Euro-Depot.
Heißt konkret: Selbst wenn sich ein Index in Dollar stark entwickelt, kann eine Dollar-Schwäche gegenüber dem Euro einen großen Teil der Rendite „auffressen“. Genau das war 2025 bei vielen Depots der Fall.
Die wichtigste Erkenntnis daraus:
Global investieren ist richtig – aber nicht automatisch „einfach“.
2) ETFs sind gut – aber nicht perfekt
ETFs haben ihren Platz, keine Frage: günstig, transparent, breit gestreut.
Aber: Gerade diese Transparenz kann auch Nachteile haben. Wenn Index-Anpassungen vorher bekannt sind, können Marktteilnehmer diese Änderungen ausnutzen – und ETFs müssen am Ende oft genau dann kaufen, wenn es teuer ist.
Das sind keine dramatischen Schlagzeilen – aber es sind versteckte Effekte, die langfristig Rendite kosten können.
3) Mein Ansatz: Passiv ja – aber lieber Fonds statt ETF
Ich arbeite in der Beratung seit Jahren mit passiv gemanagten Fonds, vor allem mit dem Ansatz von Dimensional.
Warum?
Weil ich nicht auf „den nächsten Hype“ setze, sondern auf:
- breite Streuung weltweit
- systematische Regeln statt Bauchgefühl
- Value statt Growth-Fokus
- mehrere Renditetreiber statt Tech-Klumpen
Das Ziel ist nicht, jeden Trend mitzunehmen – sondern robust durch verschiedene Marktphasen zu kommen.
4) Streuung ist wie ein gutes Team (nicht wie ein Star-Spieler)
Ich erkläre das oft ganz simpel:
Wenn dein Portfolio nur auf ein paar „Stars“ setzt (z. B. USA, Big Tech, Growth), dann kann es sehr gut laufen – aber wenn genau dieser Bereich schwächelt, trifft es das Depot oft gleich mehrfach.
In einer Auswertung, die wir für einen Kunden gemacht haben, war genau das sichtbar: sehr hohe Aktienquote und starker Fokus auf USA/Tech/Growth – also Klumpenrisiko. Depotsauswertung_Lenn
Die Alternative ist ein Depot, das eher wie ein gutes Team funktioniert:
verschiedene Spielertypen, verschiedene Stärken, weniger Abhängigkeit von einer einzigen Idee.
5) Kosten: Der Rendite-Killer, den viele unterschätzen
Ein Punkt, den viele Anleger erst spät merken:
Kosten wirken langfristig wie Gegenwind.
In der Praxis sieht man häufig zwei Kostenschichten:
- Gebühren für die Verwaltung
- laufende Kosten innerhalb der Fonds (und Transaktionskosten)
Und genau das macht über viele Jahre einen enormen Unterschied. Depotsauswertung_Lenn
Fazit: Die beste Lösung ist nicht „ETF oder nicht ETF“ – sondern ein Plan
2025 hat vielen Anlegern gezeigt:
Währung, Kosten und Klumpenrisiken sind keine Nebensache.
Mein Fazit ist deshalb klar:
👉 Passiv investieren ist sinnvoll.
👉 Aber nicht jede passive Lösung muss ein ETF sein.
👉 Und vor allem: Ohne Struktur und Beratung kann „einfach“ schnell enttäuschen.
Wenn du willst, schauen wir gemeinsam, wie dein Depot wirklich aufgestellt ist:
Währungsrisiko, Streuung, Kosten, Value/Growth-Anteil – und ob das zu deinen Zielen passt. Schreib mir eine Nachricht!