Wenn die Börsen fallen, suchen viele Anleger nach Sicherheit. Manche wechseln in vermeintlichdefensive Fonds, andere erhöhen ihre Liquiditätsquote oder verkaufen sogar ihre Wertpapierekomplett.
Doch die Erfahrung zeigt: Die größten Schäden für den langfristigen Vermögensaufbau entstehenhäufig nicht durch die Krise selbst, sondern durch die Reaktion darauf.
Wer in Panik verkauft, verpasst oft die anschließende Erholung. Genau deshalb beginnt echterKapitalerhalt nicht bei der Auswahl eines einzelnen Fonds, sondern bei einer Anlagestrategie, die auchin schwierigen Marktphasen durchgehalten werden kann.
Große Verluste sind doppelt gefährlich
Verluste wirken auf zwei Ebenen.
Zum einen mathematisch. Fällt ein Depot um 50 Prozent, ist anschließend eine Wertsteigerung von 100 Prozent notwendig, um wieder den Ausgangspunkt zu erreichen.
Zum anderen psychologisch. Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen Verluste deutlich stärker empfinden als Gewinne. Schon moderate Kursrückgänge können zu Unsicherheit führen. Bei größeren Krisen wird daraus häufig Angst – und Angst führt oft zu Fehlentscheidungen.
Das eigentliche Risiko vieler Anleger liegt deshalb nicht in den Schwankungen der Kapitalmärkte, sondern darin, genau zum falschen Zeitpunkt auszusteigen.
Die Geschichte der Kapitalmärkte ist eine Geschichte der Erholung
Wer die vergangenen Jahrzehnte betrachtet, erkennt ein wiederkehrendes Muster.
Dotcom-Krise. Finanzkrise. Corona-Crash. Inflation. Kriege. Zinsanstiege.
Jede Krise fühlte sich in ihrem jeweiligen Moment einzigartig an. Jedes Mal gab es überzeugende Gründe, warum „diesmal alles anders“ sein sollte.
Und dennoch haben sich die Kapitalmärkte langfristig immer wieder erholt und neue Höchststände erreicht.
Das bedeutet nicht, dass Krisen angenehm sind. Es bedeutet aber, dass sie ein normaler Bestandteil erfolgreicher Geldanlage sind.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob die nächste Krise kommt.
Die entscheidende Frage lautet: Ist Ihre Anlagestrategie so aufgebaut, dass Sie diese Krise auch durchhalten können?
Warum wir nicht auf Prognosen setzen
Viele Anleger suchen nach Experten, die die nächste Krise vorhersagen können.
Die Realität ist ernüchternd: Weder Fondsmanager noch Banken noch Wirtschaftsexperten können zuverlässig prognostizieren, wann Märkte steigen oder fallen werden.
Deshalb basiert unsere Investmentstrategie nicht auf Marktprognosen, Börsenmeinungen oder kurzfristigen Trends.
Stattdessen orientieren wir uns an den Erkenntnissen der modernen Finanzwissenschaft.
Wir investieren breit gestreut in Tausende Unternehmen weltweit und nutzen wissenschaftlich belegte Renditetreiber wie Unternehmensgröße, Bewertung und Profitabilität. Dabei kommen unter anderem die Investmentlösungen von Dimensional zum Einsatz, die diese Faktoren systematisch und kosteneffizient umsetzen.
Diversifikation ist die bessere Form des Risikomanagements
Viele Anleger verwechseln Risiko mit Kursschwankungen.
Aus unserer Sicht besteht das größte Risiko jedoch darin, die eigenen Anlageziele nicht zu erreichen.
Deshalb setzen wir nicht auf konzentrierte Wetten auf einzelne Aktien, Branchen oder Modethemen. Stattdessen nutzen wir die Kraft globaler Diversifikation.
Ein breit gestreutes Portfolio kann Marktverluste nicht verhindern. Es kann jedoch helfen, unnötige Risiken zu vermeiden und das Verhältnis zwischen Risiko und langfristiger Rendite zu verbessern.
Vor allem erhöht eine nachvollziehbare und robuste Strategie die Wahrscheinlichkeit, dass Anleger auch in schwierigen Marktphasen investiert bleiben.
Und genau das ist langfristig oft der größte Erfolgsfaktor.
Kapitalerhalt durch Konsequenz statt durch Vorhersagen
Viele Menschen verbinden Kapitalerhalt mit defensiven Fonds, Goldbeständen oder hohen Barreserven.
Wir sehen das etwas anders.
Langfristiger Kapitalerhalt entsteht vor allem durch eine Strategie, die wissenschaftlich fundiert, breit diversifiziert und kosteneffizient aufgebaut ist. Eine Strategie, die nicht von kurzfristigen Prognosen abhängt und Anlegern die nötige Sicherheit gibt, auch in Krisenzeiten ruhig zu bleiben.
Denn am Ende gewinnen nicht diejenigen, die jede Krise vorhersehen.
Es gewinnen meist diejenigen, die einen Plan haben – und ihn konsequent durchhalten.
Fazit
Die wichtigste Aufgabe einer guten Anlagestrategie besteht nicht darin, jede Krise zu vermeiden. Das ist unmöglich.
Ihre Aufgabe besteht darin, Anlegern zu helfen, trotz Krisen investiert zu bleiben.
Wer auf wissenschaftliche Erkenntnisse statt auf Prognosen setzt, weltweit diversifiziert investiert und unnötige Kosten vermeidet, schafft die Voraussetzungen für langfristigen Vermögensaufbau.
Kapitalerhalt beginnt deshalb nicht mit dem Versuch, den Markt zu schlagen.
Kapitalerhalt beginnt mit einer Strategie, die auch dann funktioniert, wenn die Märkte einmal nicht freundlich sind.